Der Werbe-Spiegel präsentiert:
Die wohl größte Kare und Lugge-Witze-Sammlung der Welt

 
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Unter den Teilnehmern der Abstimmung verlosen wir einen Hotelaufenthalt
mit zwei Übernachtungen im Doppelzimmer im Hotel Erlebach im Kleinwalsertal

Wenn man heute junge Münchner um die zwanzig fragt, wer denn der Kare und der Lugge sind, dann erntet man nur verständnisloses Achselzucken. Und die Au, die Isarvorstadt, die Ludwigsvorstadt oder Haidhausen, wo diese "Helden" einst ihr Unwesen trieben, sind längst keine Vorstädte mehr sondern gehören zum innerstädtischen Münchner Bereich, ja Teile davon sind zu wirklichen In-Vierteln geworden, in denen es sich schick und teuer leben lässt.

Es sind die Münchner jenseits der vierzig, die mit den Kare und Lugge-Witzen aufgewachsen sind, zwar auch nur übermittelt von Eltern und Großeltern, aber doch überraschend präsent - wie alles, was man sich immer und immer wieder anhören muss.

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Die Abstimmung ist vorbei. Derzeit werden die Stimmen ausgezählt!



 

#1

Der Lugge und der Kare streiten sich heftig. „Kare!“ schreit der Lugge seinen Spezl an und will ihn beim Krawattl packen. „Vui trennt di nimma von am Voideppn!“ „Stimmt!“ meint der Kare und fängt an zu lachen. „Bloß der Tisch zwischn uns zwoa!“

#2

Gratuliere, oida Spezl, i hob g’hört, du host Nachwuchs kriagt!“ beglückwünscht der Kare den Lugge. „Und, wia geht’s deiner Frau?“ „De woaß no gar nix…“

#3

„Mensch, dei Frau is ja a Granat’n im Bett“, sagt der Lugge zum Kare. „Mei, wia ma’s nimmt“, meint der Kare trocken. „Die oan sog’n so, de andern a so!“

#4

Da Kare und da Lugge reitn aufm Sugge. Des Sugge last an Schoas und an Kare dem weards z’hoas.

#5

„Eigntli schad“, sagt der Karre zum Lugge, „daß sich des ’Oben ohne’ bei de Weiber ned so durchsetzen hot könna. Beim ‘Mini’ is des scho wos anders.“ „Koa Wunder“ meint der Lugge mit einem extra Kennerblick, „Knia hot a jede!“

#6

Lugge und Kare sitzen schon ziemlich besoffen in der Kneipen. Sagt der Lugge: „Du , i kimm glei wieda i muß moi.“ Kare: „Guad, aber dann mach für mi glei mit.“ Nach kurzer Zeit kommt Lugge wieder, fragt der Kare: „Warst für mi jetzt a?“ „Oh, tschuldig, hobs vergessa“ und geht wieder auf die Toiletten. Nach ein paar Minuten kommt er wieder und schimpft an Kare: „Depp, host ja gar net gemußt.“

#7

Der Kare und der Lugge stehen vorm Richter. Sie sollen zwei Männer angefahren haben. Sagt der Richter: „Angeklagter, was haben Sie zu diesem Vorfall zu sagen.“ Kare: „Ja, des war so: Es hoat gschniebn und di Stroaß war vereist…“ Richter unterbricht: „Des is im August passiert. Sagst die Wahrheit!“ Lugge: „A jo, aber dunkel woars und geregnet hats, und Blätter san überall gelegen…“ Richter unterbricht: „Es war heller Toag und im August san die Blätter noch an den Baim. Ich warn Eich, sagst di Wahrheit!“ Kare und Lugge schaun sich an und sagen dann: „Oiso guad! Wir san unterwegs gwen, schenstes Wetter, a supa Toag, da hammas gsegn, die zwei Saupreisn, die deppaden. Da hat uns die Wuad gpackt und wir san voll nei in die beidn. Den oan hats über die Motorhaubn auf die Windschutzscheibn, so dass die gsplittert is und er im Zaun gland is und den oandern hats voll duach die Tüa in a Wohnung neigehaut. Wir berein nix.“ Sagt der Richter: „Na, warum denn net glei so. Den Oana verklag ma wegen Hausfriedensbruch und den anderen wegen Sachbeschädigung.“

#8

Kare und Lugge sitzen an der Bar und sprechen über das letzte Geburtstagsgeschenk an Ihre Frauen. Kare sagt: „Ich hab meiner Frau was gekauft, was in 6 Sekunden von 0 auf 100 geht!“ Lugge rätselt und weiß nicht was er damit meint. „Ich hab ihr einen blauen Fiat gekauft. Sie ist blond, und blau passt so gut zu ihren Haaren“ sagt Kare. „Und was hast Du Deiner Frau zum Geburtstag geschenkt? fragt Kare. „Nun, ich will nicht übertreiben, aber, ich hab meiner Frau was gekauft, was in 2 Sekunden von 0 auf 150 geht.“ „Das geht doch nicht“, sagt Kare „so ein schnelles Auto kann deine Frau doch gar nicht fahren.“ Antwortet Lugge „Ich hab Ihr ja auch kein Auto gekauft, sondern eine Waage.“

#9

Kare und Lugge sitzen im Altenheim und erzählen den Tischnachbarinnen von ihren Gebrechen. Sagt der Karre zum Lugge: „Langweilig ist es hier ja schon!“ Antwortet der Lugge: „A bisserl Gaudi wa net schlecht.“ Worauf eine der Tischdamen wortlos verschwindet. Nach kurzer Zeit huscht eine offensichtlich nackte Frau am Tisch vorbei. Fragend der Kare zum Lugge. „War des net die Emma mit am neien Kleidl?“ Worauf Lugge erwiedert. „ Aber bügeln hätt Sie’s scho kenna!“

#10

Trifft da Karre den Luggi in der Stadt. Sagt der Kare: „Lugge magst Du mal ein goldenes Klo sehen?“ Der Luggi war begeistert von der Frage und meinte, „kannst Du mirs gleich zeigen?“ Sie gehen in die Nachbarswohnung. Da schreit das Ehepaar „schaug, da is der wieder, der gestern in Deine Trompete geschissen hat.“

#11

„Wia geht's da denn, oider Spezi? Was machst allaweil?“ fragt der Lugge seinen Freund Kare. „Oh, Lugge, mia geht's momentan gar ned so guad bei meiner neuen Arbat“, antwortet der Kare niedergeschlagen. Man sieht ihm regelrecht an, dass er fix und fertig ist. „Ja, red hoid amoi, wos machst nacha scho’ wieder für an neuen Job?“ „Oh, i bin jetzt am Bau. Da geht’s zu wia vor fuchzg Johr. Schubkarrenweis an Mörtel fahr’n, Stoana schlepp’n und schaufeln, vo’ fruah bis spaat, den liab’n langa Tag. Da woaßt auf d’Nacht, was d’ doa hast, des kannst ma glaub’n.“ „Des glaub’ i dir auf’s Wort“, pflichtet ihm der Lugge bei und hat sichtlich Mitleid mit seinem Freund. „Wia lang machst’n des scho?“ will er wissen. „No ned lang, morg’n fang’ i oo!“

#12

Der Kare und der Lugge gehen nach einer durchzechten Nacht am Bahngleis entlang nach Hause und finden neben den Schienen ein verbogenes Mark-Stückl. Da sagt der Kare zum Lugge: „Du Lugge, I woaß da vorn an Schmied, da gehn mia jetzt hi und lassen uns des Markl grod richtn.“ Gesagt getan, der Kare geht zum Schmied rein - kommt nach einer viertel Stunde wieder raus und sagt zum Lugge: „Lugge, gib ma doch amoi zwanzg Pfennig“ – der Lugge: „Für wos brauchst denn Du zwanzg Pfennig?“ – daraufhin der Kare „Jo mei, des Grodrichtn von dem Markl hod a Mark zwanzge kost.“

#13

Der Kare hat Schwierigkeiten bei der Rechtschreibung. Er fragt an Lugge: „Du Lugge, i muaß di was fragn. I scham mi scho a bisserl, aber i kimm ums Varecka net zrecht mit dera Groß- und Kloaschreiberei. Wann schreibt ma jetzad a Wort groß?“ Der Lugge zögert keinen Moment: „Nix einfacher wia dees, Kare! Oiso: groß schreibst erstns ois, wenn da Satz ofangt und zwoatens ois, wosd olanga konnst. I sog da a Beispiel: ‘Die Katze sitzt hinter dem Ofen.’ - Die, dees schreibst groß, weil der Satz ofangt - Katze schreibst aa groß, weilst as olanga konnst - sitzt schreibst kloa, konnst ned olanga - Hintern schreibst groß, konnst olanga - und Ofen schreibst kloa, konnst ned olanga, vabrennst Di!“

#14

Ei „lugge“ mol do! Was issn des für a „Karre“ do? En Fiat Bambio!

#15

„Kare und Lugge“ fahren mit ihrem Auto nach Paris. Als sie an ihrem Hotel Koffer, Taschen etc. ausladen wollen, werden sie gefragt: „Baggage“ (sprich: „bagasch“). Worauf sie sich entsetzt ansahen und sagten: „Wieso kennen uns die hier auch schon?“

#16

Der Kare erzählt dem Lugge, dass er bei einer feinen Dame zum Probearbeiten war. „Ois war ok: I hoab an Disch richtig auf und oabdeckt, de Gäste richtig empfangen und wieda verabschiedet. Bloß wias dann meine Referenzen sehgn woidt hoads gsoagd: ‘Danke, Sie können gehen!’“

#17

Der Lugge hat eine riesige Beule am Kopf, dick eingebunden, dass man ihn kaum noch erkennt. „Ja, wos hosd denn Du gmacht?“ fragt der Kare. „Ja woaßt“, erklärt der Lugge, „i hob auf oamoi lauter Wimmerl im Gsicht kriagt, und dann bin i zum Dokta ganga, und der hod gsagt, i soi ma mei Gsicht mit Toilettenwasser eireibn. Dees hab i aa do - aber dabei is ma da Abortdeckel aufn Kopf nauf gfoin!“

#18

Kare und Lugge müssen auf Montage. Sie mieten ein Zimmer. Kare ging gleich ins Bett, Lugge liest noch ein Buch. Luggi weckt den Kare „schau da oben sitzt eine Wanze.“ Kare sagt „nein, das ist ein Nagel.“ Kurze Zeit später sagt der Luggi „der Nagel ist jetzt in einer anderen Ecke.“ Kare sagt „dann kann es nur ein Reisnagel sein.“

#19

Da Kare und da Lugge san ziemli b’suffa. Foit da Lugge in an Bach. Sagt da Kare: „geh’ weita Lugge, sauf aus, mia genga.“

#20

Kare und Lugge beide sind schon Rentner, sitzen im Englischen Garten auf einer Parkbank. Plötzlich erscheint eine 18-jährige Blondiene - ein Traum von einer Frau - da sagt der Kare zum Lugge: „Mei - jetz mechat i nomoe 20 sei". Da sagt der Lugge zum Kare: „Spinnst du, mächst wega a hoebn stund spass nomeu 40 Johr in d’Arbat geh.“

#21

Der Kare und der Lugge gehen von der Trauerfeier für Kare's verstorbene Ehefrau Zenzi nachhause. Kare trägt die Urne. Es ist tiefster Winter. Plötzlich sagt der Lugge: „Kare, straa d’Zenzi auf, i rutsch!“

#22

Der Kare und der Lugge fahren mit dem Motorrad übers Land, nach einer Zeit sagt der Lugge zum Kare: „Du, Kare, mir ziagts a so in Hals eine und frieren tuts mi so, dass mi glei beitlt.“ Da Kare sagt: „Wart, Lugge, des werm ma glei ham!“ Der Kare hält und sagt: „Lugge, jetzt ziagst die Joben aus und ziagst as vergehrt rum o, dann fahr ma wieder weiter und eini ziagn tuts dir nimmer.“ Nach einer längeren Zeit fragt der Kare den Lugge: „Is dir no koit?“ Da Lugge gibt keine Antwort. Der Kare hält, weil der Lugge nicht mehr da ist, kehrt um und da stehen einen ganzen Haufen Leute am Straßenrand. Der Kare geht hin und da liegt der Lugge und die Leute sagen zu Kare: „Seit ma ihm den Kopf umdraht ham, lebt er nimmer!“

#23

Der Kare kauft sich ein Motorrad mit Beiwagen und lädt den Lugge zu einer Spritztour ein. Sie fahren eine Weile, dann schaut der Kare zum Lugge in den Beiwagen und sagt: „Warum schwitzt denn so?“ „Du Depp, da Beiwog'n hot koan Bod'n!“

#24

Fragt der Lugge den Kare: „Du, sog amoi, Kare! Konnst du eingdlich Englisch?“ Drauf der Kare ganz lässig: „Oui, mon cher ami!“ Sagt der Lugge: „Geh, Kare, des is doch Französich!“ „Ah so, freili, des konn i aa!“

#25

Da Kare trifft den Lugge, nach längerer Zeit, stadteinwärts in der Landsberger-/Ecke Holzapfelstraße. Er sitzt auf einem Kamel. Sogt da Kare: „Äha, hosst du d’ Religion gewechselt oder bist auf an Ego-Trip?“ „Nein“, sogt da Lugge, „gmüatlicher is des ois, anstatt mit da U-Bahn oder Straßenbahn zu fahrn.“ „Ja“, sagt da Kare, „für wen is dann des zwoate Kamel, des bei dir am Bandl hint’n dro is?“ Sagt da Lugge: „Du bist scho guat. I muaß doch am Stachus umsteign.“

#26

Lugge und Kare treffen sich - Fragt Lugge: „Du, wer war denn diese sexy Blondine mit der du da gestern am Tresen gestanden bist?“ Kare lässt nur die Schultern hängen und sagt: „Das war keine tolle Blondine - das war mein Schwiegersohn!“

#27

Lugge hast du eigentlich schon Urlaubspläne gemacht?“ - Antwortet Kare: „Nein, wozu? Meine Frau bestimmt, wohin wir fahren, mein Chef bestimmt, wann wir fahren und meine Bank wie lange wir fahren.“

#28

Der Lugge und der Kare liegen am Ufer des Starnberger Sees. Plötzlich hören sie Hilferufe. „Herrschaft, i glaab, do dasauft oana!“ ruft der Lugge und springt beherzt ins Wasser, um den Ertrinkenden zu retten. Der Kare folgt ihm ohne zu zögern und es gelingt den beiden, den Schwimmer an Land zu ziehen. Sofort beginnt der Lugge mit Mund-zu-Mund-Beatmung. Da meint der Kare: „Oiso, i woaß ned, ob ma den Richtign rauszogn ham.“ „Wiaso?“ fragt der Lugge entgeistert? „Ja, schaug doch amoi g’scheit hi! Der do hod ja no d’Schlittschuah o!“

#29

Der Polier raunzt den Kare an: „Hä, du, bei da Arbat werd fei ned g’raucht!“ Drauf plärrt der Kare zurück: „Hab’n Sie mi vielleicht arbat’n g’sehgn?“

#30

Da Kare und da Lugge kommen besoffen aus dem Wirtshaus und müssen sich Erleichterung verschaffen. Fragt da Kare an Lugge: „Wia gibts’n des, dass bei mir plätschert und bei dir ned“. „Des is doch klar“, sagt da Lugge, „weil’s du an ‘d Mauer biselst und i an dein Mantel.“

#31

Fährt der Kare und der Lugge in falscher Richtung auf die Autobahn A9 mit ihrem FIAT 500. In den Verkehrsmeldungen kommt dann plötzlich die Nachricht: „Achtung auf der Autobahn A9 kommt Ihnen ein Auto entgegen“. Darauf sagt der Kare zum Lugge: „ Wos, oana. Hunderte fahrn do vakehrt.“

#32

Erzählt der Kare: „Du, Ich hab' jetzt die Zugdurchsage von der S 2 als Klingelton!“ - Sagt der Lugge: „Ja spinnst? Warum des?“ - „Was glaubst, was da immer in der S 6 für eine Aufregung ist!“

#33

Der Lugge und der Kare setzen in der Küche und trinken Kaffee. Und die hören Radio zu und plötzlich kommt eine Nachricht: Aufpassen in der Autobahn A8 ist Geisterfahrer unterwegs… Der Lugge sagt: „Das gibt’s doch nicht, Du bist doch zu Hause…“

#34

Treffen sich der Kare und der Lugge. Fragt der Kare: „Und? Host jetzad an Führerschein?“„Na“, antwortet der Lugge, „durchgfoin bin i.“ „Wie host’n des gschofft?“ will der Kare wissen. „Ja mei. In da Priafung samma an an Kreisl kemma, do woar a Schild gschdandn: 30!“ „Ja und?“ wundert sich der Kare. „Do bin i dann 30 moal ummedum gfohrn.“ „Jo, und dann?“ fragt der Kare weiter. „Bin i durchgfoin.“ „Wieso des? Host Di vazählt?“

#35

Als Sinnbild des heiligen Geistes soll an Pfingsten über dem Hochaltar eine Taube runtergeflogen kommen. Der Pfarrer schon das 3.mal – komm, oh Geist, auf uns herab – Kare schreit: „Lugge, wo bleibt de Daum?“ Darauf Lugge: „Es geht net, an hl. Geist hot Katz gfressn!“

#36

Kare sitzt sauer in seinem Stammlokal. Kommt Lugge plötzlich dazu und fragt: „Hey Kare alter Stenz, wie lief Deine Führerscheinprüfung?“ Kare: „Nicht so toll, ich habe einen Geisterfahrer überholt.“

#37

Der Kare und der Lugge machen einen Fahrradausflug. Es wird spät und sie beschließen, im Freien zu übernachten. Der Kare fragt den Lugge: „Womit degan mir uns denn zua?“ Sagt der Lugge: „Mit den Radl natürlich. Am Morgen jammert der Kare: „Mei mi hat’s vielleicht g’frorn.“ Da meint der Lugge: „Is ja koa Wunda bei deim Radl hat ja a Speicha g’fehlt.“

#38

Kare trifft Lugge hoch zu Roß. „Nanu?“ fragt er den Freund, „was soll das mit dem Pferd…?“ Lugge bringt das Roß zum Stehen, blickt zu Kare herab und sagt: „Du kennst doch die rothaarige Gisela, nicht? Die allen Männern nur Körbe gibt und das dann entsprechend kommentiert.“ Kare nickt mit dem Kopf: „Ja - na und?“ „Also paß auf, gehe ich zu ihr, dann sagt sie hinterher: ‘Den hab ich gehen lassen.’ Nehm ich den Wagen, dann erzählt sie: ‘Den hab ich abfahren lassen.’ Siehst du - und deshalb reit ich nun hin!“

#39

Kare und Lugge gehen beide ziemlich betrunken zusammen zu Fuß nach Hause. Auf einmal bleibt der Kare stehen und meint zum Lugge: „Du Lugge, schaug amoi, hicks, der Mond is doch heut dunkelrot, hicks” der Lugge schaut zum Mond hinauf und lallt zurück: „Schmarrn, Kare, der Mond is doch heut blau, hicks“ - der Kare darauf hin wieder: „Na, schaug doch moi genau, der Mond is rot!” - da meint der Lugge: „Du des hamma glei, do vorn is de Polizei-Station, hicks, da gehn mia jetzt hi und frong an Polizisten, der sogt uns des genau.” Die zwei wackeln Arm in Arm in die Polizei-Station hinein und fragen: „Sie Herr Wachtmeister, sogns uns doch amoi die Wahrheit, ist der Mond heut dunkelrot oder blau?” Der Polizist hinter dem Tresen geht mit hinaus schaut in den Himmel und sagt daraufhin: „Welchen Mond moants denn ihr - den linken oder den rechten?”

#40

„Na, Kare“, will der Lugge beim unverhofften Wiedersehen nach vielen Jahren wissen, „bist du inzwischen scho in den Hafen der Ehe einglaffa?“ „Na, i bin ned“ sagt Kare, „die Rundfahrten haben mir bisher imma glangt!“

#41

Der Lugge und der Kare haben eine Anstellung in einer Großkantine gefunden. Gleich am ersten Tag müssen sie Wasser für insgesamt 50 Paar Weißwürste und Wiener kochen. Nachdem die Würste fertig und aus dem Wasser genommen waren, meint der Lugge: „Was dean ma denn iatz mit dem hoaß’n Wasser? Is doch z’schad zum Wegschütten.“ „Dua di ned ab“, antwortet der Kare entschlossen, „des gfrier ma ei’, a hoass’ Wasser konn ma oiwei braucha!“

#42

Eines Abends sitzen Kare und Lugge gemeinsam im Biergarten; es ist nicht bei der ersten Maß geblieben. Da fragt Kare: „Sog amoi, Lugge, wos is eingdli weida weg: Amerika oda da Mond?“ Lugge: „A ge, Kare, des is do klar. Oda konnst Du Amerika von da her vielleicht seng?“

#43

Kare und Lugge arbeiten auf der Baustelle. Am Abend hat der Lugge keine Lust, seine Schaufel heimzutragen. Er stellt sie so hin, dass man drüberfällt und hängt einen Zettel dran: „Lieber Kare, nimm bitte meine Schaufel mit, habe sie vergessen.“ Kare kommt heim, hat aber keine Schaufel dabei… Am nächsten Morgen steht die Schaufel aber Gott sei Dank noch am selben Platz, nur hängt jetzt ein zweiter Zettel dran: „Lieber Lugge, ich konnte die Schaufel leider nicht mitnehmen, weil ich sie nicht gesehen habe.“

#44

Der Kare und der Lugge haben beide ihren Führerschein wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verloren und müssen beide zum „Depperltest“ antreten. Der Lugge kommt als erster dran und nach 5 Minuten freudestrahlend mit dem neuen Führerschein aus dem Prüfungszimmer. „Mei, des is ja überhaupt koa Problem beruhigt er den Kare; De Frage is ja ganz leicht zum beantworten.“ „Ja wos fragns denn da?“ bohrt der Kare eindringlich nach! „Wos is da Unterschied zwischen am Vogel und am Fisch? hams mi g'fragt und i hob g’sagt, da Vogl kon fliagn und da Fisch kon schwimma… und scho hob i mein Schein wieda kriagt!“ Erleichtert geht auch der Kare zum Test und kommt nach 5 Minuten mit einer sauberen Lätschn und ohne Schein wieder raus. „Ja wos is denn passiert?“ fragt ihn der Lugge, „war denn die Frag’ so schwar?“ „Wos is da Unterschied zwischen am Adler und am Hirsch? Bin i g’fragt worn' sagt da Kare; und da hob i wahrheitsgetreu g'sagt: „Da Adler hod am Montag Ruhetag und da Hirsch am Mittwoch!“

#45

Der Lugge und der Kare treffen sich nach langer Zeit einmal wieder. „Grüaß di Gott, Kare, wia geht’s da denn oiwoi? Was treibst denn die ganze Zeit?“ fragt der Lugge routinemäßig wie bei jeder Begegnung der beiden. „Dankschön der Nachfrag“, antwortet der Kare, „mir geht’s sauguat, i hob a neue Arbat.“ „Ehrlich? Ja, sauber! Was machst nacha ebba Nei’s?“ „Ja, hmm“, druckst der Kare rum, „gern red’ i ned drüber, weil i mi fast a wenig schaam.“ „Jetz’ stell di ned a so oo, ruck raus mit da Sprach! Wos is des für a neuer Job?“ will der Lugge wissen. „Woaßt, Lugge, i arbat jetzt am Bandl in am Nasenpopel-Partymischungs-Herstellungsbetrieb“, erklärt der Kare verschämt. „Tss, ss, ss“, macht der Lugge verwundert und schüttelt den Kopf. „Was muaßt’n da genau macha?“ bohrt er neugierig weiter. „Ja, wia da Nama scho’ sagt, in dera Firma werd’n Nasenpopel, oiso Nasenrammeln, abg’wogn, in Tüten verpackt und ois Partymischung vakafft. Des möchst ned glaub’n, wia des G’schäft lafft.“ „Mi host g’haut“, meint der Lugge erstaunt. „Und wia schaut’s da mit’m Diri Dari aus? Verdienst aa g’scheit bei dem G’schäft?“ „Ehrlich g’sagt, mit’m Geld schaugt’s ned so guad aus, aber fress’n derf ma bis zum Umfoin.“

#46

Der Lugge und der Kare fahren mit dem Auto von der Wirtschaft heim. Wie so oft, haben sie wieder viel zu viel getrunken, um sich noch hinters Steuer zu setzen. Das Tempo wird immer rasanter, da schreit der Kare plötzlich: „Mensch, Lugge, fahr doch amoi a bißl langsamer!“ Der Lugge antwortet ganz entgeistert: „Wiaso I? I hob g’moant, du fahrst!“

#47

Kare sagt zu Lugges Mama: „Du, ich habe gerade die Leiter an der Scheune umgeschmissen.“ Sagt die Mutter: „Das ist nicht so schlimm, frage Lugge, er hilft dir bestimmt, sie wieder aufzustellen.“ Sagt Kare: „Das glaube ich nicht, Lugge hängt doch an der Dachrinne!“

#48

Kare und Lugge haben einen über den Durst getrunken. Auf dem Nachhauseweg nehmen Sie eine Abkürzung über die Bahnschienen. Lugge hat Hunger und beißt in eine Schiene. „Man, ist die aber hart“, meint er zu Kare. Kare antwortet: „Lass uns noch 100 Meter weiter gehen, da kommt ‘ne Weiche!“

#49

Kare und Lugge waren auf der Wiesn und ham a paar Mass trunka. Jetzt sind die beiden mit der letzten Trambahn auf dem Heimweg. Bei Kare im Magen kämft grad die letzte Mass mit dem Hendl. Plötzlich wird ihm speiübel und er kanns nicht mehr halten und trifft Lugge voll auf die Joppn. Der fängt an zum schimpfen: „ja du oide Wuidsau du elendige.“ Kare glotzt ihn verständnislos an und sagt mit schwere Zunge. „Jo, des muast grod du sogn, schaug di amoi oa wie dua ausschaugst.“

#50

Kare arbeitet neuerdings in einer Metzgerei. Lugge kommt dort vorbei und sagt: „Ich hätte gern 250 g Leberwurst von der Fetten, Groben.“ Darauf sagt Kare: „Das tut mir leid, die hat heute Berufsschule.“

#51

Der Kare muß zum Militär und meldet sich zur Marine. Bei der Musterung fragt man ihn: „Können Sie schwimmen?“ „Wiaso?“ fragt der Kare, „i hob g’moant, bei da Marine fahrt ma mit’n Schiff!“

#52

Der Kare und der Lugge sind ins Kino gegangen und schauen sich einen schönen Film an. In diesem Film gibt es u.a. folgende Szene. Man sieht ein Bahngleis und dahinter liegt ein See. Eine sehr hübsche junge Dame kommt ins Bild und will schwimmen gehen. Sie beginnt sich zu entkleiden. In dem Moment fährt ein langer Güterzug auf dem Bahngleis vorbei und verdeckt die Dame. Als der Zug endlich vorüber ist, schwimmt die hübsche Dame bereits im Wasser. Am nächsten Tag ruft der Kare den Lugge an und sagt, dass er heute keine Zeit hat, weil er ins Kino geht und den Film anschauen will. Am übernächsten Tag ruft der Kare den Lugge an und sagt, dass er heute keine Zeit hat, weil er ins Kino geht und den Film anschauen will. Am dritten Tag ruft der Kare den Lugge an und sagt, dass er heute keine Zeit hat, weil er ins Kino geht und den Film anschauen will. Als am 4. Tag der Kare wieder anruft, fragt der Lugge: „Ja Kare, jetzt sag doch a mal, warum schaugst denn Du jeden Tag den gleichen Film an.“ „Ja mei“ sagt der Lugge, „ich hoff halt, dass der Zug heit a Verspätung hat!“

#53

Kare und Lugge haben wieder mal kein Geld und beschließen, betteln zu gehen. Sie gehen zum Pfarrerhof neben der Kirche, Kare geht rein, Lugge wartet auf ihn. Kommt der Kare raus. Lugge: „Wos host'n kriagd?“ Kare: „Knia de hi.“ Da kniet der Lugge und Kare gibt ihm den Segen und sagt: „Do host d'Hoifde!“

#54

Der Kare und der Lugge schlendern durch die Stadt. Da liegt plötzlich ein Bein am Straßenrand. Lugge zum Kare: „Ui schau, do liegt a Hax’n!“ Kare: „Ui jo, a Hax’n.“ Ein Stück weiter sieht der Kare einen Arm herumliegen. Kare zum Lugge: „Ui schau, do liegt a Arm!“ Lugge: „Tatsach, a gonzer Arm!“ Nach einen weiteren Stück liegt da noch ein Kopf. Lugge: „Des gibt’s jo ned - a Kopf!“ Kare guck etwas genauer hin und sagt: „Mensch, des is jo der Maier Fritz!“ Lugge katzt sich am Hinterkopf und meint betroffen: „Weart eahm wohl nix passiert sei?“

#55

Kare und Lugge spazieren über den Marienplatz, als ein Tourist auf sie zukommt und fragt: „Do you speak english?“ Kare und Lugge verneinen. Daraufhin versucht es der Tourist mit französisch, spanisch, italienisch, portugiesisch, griechisch und türkisch, bekommt aber jeweils nur ein Kopfschütteln, woraufhin er die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und geht. Sagt Kare zu Lugge: „Mei, host des keert, sieb’n Sproch’n hot dea kenna!“ Antwortet Lugge: „Ja uund, hots eam was g’nutzt?“

#56

Kare und Lugge fahren mit dem Auto durch München. Am Stachus hält sie ein Polizist an. „Verkehrskontrolle, haben Sie etwas getrunken?“ Kare, der am Steuer sitzt, stottert: „Na, na, i ned!“ „So, dann könnens ja blos’n!“ „Na, i blos ned!“ „Guat!“, meint der Polizist, „na blos i – na sans dro!“

#57

Der Kare ist schon am hellichten Tag voll. „Grüß di Lugge“ schwankt er auf den Lugge zu. „He, Kare, warum bist du heut scho am frühen morgen besoffen, was hams dir denn getan?“ „Ja, weißt“, lallt der Lugge, „i - i war aufm Finanzamt und die - die ham mi dep-dep-deprimiert“. „Also, das weiß i scho, daß du a Depp bist - aber daß ma solchene Deppn no prämiert, das ist mir neu!“

#58

Da Kare und da Lugge stehn vor am Hochhaus. Kare schreit: „Der muas naus, der muas naus!“ Lugge: „I sieg nix, wer muas naus?“ Kare wieder: „Der muas naus, der muas naus!“ Lugge: „I sieg immer no nix“ Kare noch immer: „Der muas naus, der muas naus!“ Lugge: „Ja wo denn?“ Da lasst der Kare an Schoas und sagt: „Endlich is a naus.“

#59

Karre steht auf der Brücke und starrt verzweifelt in die Tiefe. Lugge sieht das und bekommt Angst, der wird doch nicht in einem Depressionsanfall runter springen wollen. Wos is, fragte Lugge, mit hot a Radlr ogschbst, do is ma mei Brotzeit ins Wossa gfolln. „Ja wos,“ sagt Lugge, „mit Absicht?“ „Na“ schreit Karre“ mit Budda ond Kas.“

#60

Eines Abends gingen Kare und Lugge ins Gasthaus um einen Platz zum Schlafen zu suchen. Als sie eintraten fragten sie den Wirt, der ein Glasauge besaß: „Ja Sie, hom’s für ons zwoa Burschn no a Zimmer frei?“, darauf entgegnete der Wirt: „Es tut mir load, i bin heit völlig ausbuacht!“ Enttäuscht blickten Kare und Lugge zu Boden. Da der Wirt mit dem Glasauge aber kein Unmensch war, bot er den zwei Herrschaften an bei sich im Privatzimmer die Nacht zu verbringen. Nachts um drei wachte Lugge auf, stupste mehrmals Kare an und sprach: „Du Kare, i hob an sau Durscht, i breicht jetzt echt wos zum drink’n!“, „Da droam auf’m Nachtkastn - do steht a Glas’l,“ stellte Kare fest. Bedenkenlos trank Lugge das Glas Wasser leer samt dem Glasauge, welches er im Dunkeln nicht bemerkte. Wenige Stunden später wachte Lugge mit heftigen Bauchschmerzen auf und plärrte: „Kare, i hob so Bauchschmerzen, i holt des kaum aus!“ „Dann geh auf’t Toilett’n,“ erwiderte Kare. Als Lugge auf dem WC saß schrie er: „Kare, do kimmt nix, guck doch mol noach wos do los is!“ Kare schlenderte zur Toilette, warf einen Blick auf Lugges Allerwertesten und brüllte: „Lugge, zwicks Oarschloch zu, do guckt oaner raus!!!“

#61

Karre sagt Lugge: „Ich habe jetzt einen tollen neuen Job!“ Lugge frägt: Was hast du denn für einen Job?“ Karre sagt: Ich verkaufe Streichholzschachteln. Ich kaufe das Stück für 50 Pfennig und verkaufe es dann wieder für 40 Pfennig. Lugge antwortet: „Das kann doch gar nicht funktionieren!“ Karre sagt begeistert: „Doch natürlich, die Menge machts!!!!!“

#62

Treffa sich da Kare und da Lugge. Frogt da Kare an Lugge: „Na wia gehts dia denn owei so?“ Sogt da Lugge: „A ja ganz guat.“ Eine Woche später, treffa sich wieda da Kare und da Lugge, frogt da Kare wieder: „Lugge, na wia gehts dia denn owei so?“ sogt da Lugge: „A ja ganz guat.“ Eine Woche später treffa sich wieda da Kare und da Lugge, frogt da Kare: „Lugge na wia gehts dia dan owei so?“ Sogt da Lugge: „Aja ganz guat.“ Moant da Kare: „Aber frog heut mi a a moi, wias mir geht!“ Dann frogt da Lugge an Kare: „Na, wia gehts dann dia owei so?“ Sogt da Kare: „A mei - frog mi liaba ned.“

#63

Der Lugge hat am Vorabend einen riesigen Radi verputzt. Ausgerechnet jetzt, wo er in der Straßenbahn fährt, „rumpelt“ ihm einer raus, grad daß die Scheiben nicht beschlagen. Empört bemerkt ein Norddeutscher, der neben ihm steht: „Also sowas!“ Worauf der Lugge ganz ungeniert antwortet: „Guada Mo, da brauchas net rot wern, des is mir aa scho passiert!“

#64

Der Kare und der Lugge sitzen am Badestrand. Da gehen zwei fesche Madl vorbei. Sagt der Kare: „Lugge, schau hi, da is oane oben ohne!“ Sagt der Lugge: „Aber de anda is oben aa net ohne!“

#65

Sogt der Kare zum Lugge: „Da schau hi, in dem Auto sitzt a Terrorist!“ „Ja, wia kimst denn do drauf“ fragt der Lugge. Kare: „Ja, weil der hod des Lenkrad rechts.“ „Des is doch kei Terrorist, der is bei der Kriminalpolizei! Hier auf der Rückseite vom Auto is a Schuidl, da steht GB drauf!“

#66

Sagt der Kare zum Lugge: „Du Lugge, könntest du mir deinen schwarzen Anzug leihen, mein Vater ist gestorben.“ „Ja freili“, meint der Luge. Nach vier Wochen reklamiert da Lugge: „Du, was ist mit meinem Anzug?“ Darauf der Kare: „Ja, du bist gut, den hat ja mein Vater an!“

#67

Kare fährt besoffen in Schlangenlinien heim. Hält ihn die Polizei auf. „Sie sind ja total blau!“ Darauf erwidert Kare: „Gott sei Dank, bin ich froh, hab scho denkt mei Lenkung is kaputt!“

#68

Kare und Lugge kommen mit ihrem Auto aus dem Urlaub zurück. Sofort werden sie von Freunden und Nachbarn begrüßt und neugierig gefragt: „Wie war's denn?“ „Naja, Wetter und Essen waren bestens, nur zu sehen gab's nicht viel, lauter Ruinen und die waren alle kaputt, von den versprochenen antiken Sehenswürdigkeiten war nichts zu sehen!“

#69

Der Kare und der Lugge treffen sich. Der Kare kommt mit dem superteuren Luxus-Sportwagen, fragt der Lugge: „Mensch, wie kommst du denn zu so einem Auto?“ „Ganz einfach“, antwortet der Kare, „Ich hab ne Alte kennengelernt und wir sind ins Grüne gefahren und lagen auf einer Wiese, wie sie plötzlich zu mir sagt: ,Kare, jetzt kannst du alles von mir haben, was du willst'. Da hab ich halt das Auto genommen.“

#70

„Du“, sagt da Kare zum Lugge, „gestern hätt i beinah dein Vata gsehng!“ „Ja so was, wia gibt’s denn dees?“ „Gei, dei Vata is doch Dienstmo?“ „Ja freili is er Dienstmo!“ „Gei, der hat doch Nummer siemavierzge, dei Vata!“ „Ja, Nummer siemavierzge hat er!“, pflichtet der Lugge bei. „Ebn! Beinah! - I hab nämlich an Diestmo Nummer sechsavierzge gsehng!“

#71

Mit einem überlangen Spazierstock, der einen ganz schön geschnitzten Griff hat, kommt der Lugge dem Kare entgegen. Fragt der Kare: „Lugge, wieso schneidst denn den Stock net ab?“ Sagt der Lugge: „I bin doch net bleed, der scheene Griff!“ Darauf der Kare: „Doch net den Griff, du Depp, unt musst en abschneidn.“ Dann sagt der Lugge: „I bin doch net bleed, dass der mer nimmer auf'n Bodn langt!“

#72

Steht der Lugge an der Ludwigsbrücke mit einer Nähmaschine, die er mit viel Mühe versucht über das Geländer in die Isar hinunter zu werfen. Kommt der Kare des Weges und schreit: „Spinnst du, was machstn do, die Nähmaschin wird ja kaputt!“ Sagt der Lugge und grinst: „Du Depp, des is doch a Versenkbare!“

#73

Kare und Lugge fahren wieder einmal sturzbetrunken nach Hause. Die Gegend kommt ihnen völlig unbekannt vor. Plötzlich hüpft ein kleines gelbes Männchen aus dem Gebüsch direkt vor ihr Auto. „Hey Jungs i kumm vom Planeten xtrvs und hob an solchan Hunga, hobts ned wos zum Essn füä mi.“ Da Lugge giabt eam a Packal Chips, dann fahns weida. „Komisch Zeig wos ma da heid drunga ham.“ Nach a paar Kilometa hupft a blaus Mandal aus’m Gstrüpp und schreid „An soachan Duast hob i.“ Da Lugge gibt eam de letzte hoibe Bier und sogt: „Schau ma das ma weida kemma mia ham scho Hallus glab i.“ A viertl Stund spater steht a grüns Mandal vorm Auto. Da Kare und da Lugge drahn Dscheim obe und sogn, „ja mia wissen’s du bist vom Planeten xtrvs und wos wuist du.“ Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte.

#74

Mitten im Opern-Konzert stößt Kare Lugge an: „Pass auf, der Typ neben mir ist gerade eingeduselt!“ Da antwortet der Lugge: „Na und, no lang kein Grund mich aufzuwecken.“

#75

Fragt der Kare den Lugge: „Raucht dein Pferd eigentlich?“ Der Lugge ganz erstaunt: „Nein, wieso?“ Antwortet der Kare: „Dann brennt dein Stall!“

#76

Da Kare steht am Gartenzaun und unterhält sich mit an Lugge. Nach einer Weile sagt der Kare: „Du, Lugge, stimmt des, dass du's ganze Jahr über a lange Unterhosen an hast? Da hat der Lugge gesagt: „Des is mei Sach, aber sag deiner Frau, Sie is a oide Ratsch'n.“

#77

Der Kare sagt zum Lugge: „Du, i hob mir jetzt a Fernglas kafft, a japanisches. Unglaublich billig, kost net amoi sovui wiar a deitsch.“ „So“, sagt da Lugge, „was hastn nacha scho gsehng damit?“ „Ja“, sagt da Kare, „i hob bei dir zum Fenster neigsehng – Du wohnst doch mindestens 100 Meta weg von mir - und da hob i gsehng, wiast mit ara Frau ins Bett einigstiegn bist!“ „Jetzt so was!“, sagst da Lugge. „aber siehgst, Kare, dees is ebn da Unterschied: Wennst nämlich koa japanisches, sondern a deitschs Fernglas ghabt hättst – nacha hättst gsehng, dass dees dei Frau war!“

#78

Der Kare und der Lugge treffen am Hauptbahnhof einen Bekannten. Der fragt die beiden Freunde: „Wohin solls denn gehen?“ Der Kare antwortet: „Wir réaumuren heut nach Garmisch!“ Der Bekannte schaut völlig verständnislos. Dann erklärt der Lugge: „Der Kare besucht gerade einen Physikkurs in der Volkshochschule, aber er verwechselt immer Réaumur und Fahrenheit.“

#79

Da Kare trifft an Lugge. Sagt da Lugge: „Stimmt des, dass du im Lotto gwunna host?“ „Ja“, sagt da Kare. „Wos hot sich dei Alte gwunschen?“ „Die hat sich an Jaguar, a Auto, gwunschen. Ich hab Ihr en kauft, an richtigen. Wie monst wie die bleed gschaut hat, wie die as Garagentürl aufgmacht hat, aber an Sprung von dem Jaguar und weg wars.“

#80

Da Kare und da Lugge dean Dochdegga. Auf oamoi rutscht der Kare aus und saust owi, dafangt si aber grod no an da Dochrinna. Glei drauf rutscht a da Lugge aus, saust owi und dawischt grod no an Kare seine Fias. Da fangt da Lugge s'lacha o'. Sagt da Kare: „Brauchst gor net so lacha, wos moanst denn wenn i aus los wias di' owihaut?“

#81

Da Lugge und da Kare woin an Wendlstoan nauf. Kurz vor da Mitteroim moant da Lugge: „Kare, geh weiter, kehr’ ma um! I moan, es werd glei’ renga.“ „Spinnst ebba?“ moant da Kare, „I sieg koa Wolkerl am Himme!“ Da Lugge zoagt auf zwoa Dackel und moant: „Aber do schaug doch hi, d’Hund laffan tiaf!“

#82

Kare trifft den Lugge in der Marsstraße. Lugge wird von seiner Frau begleitet und schleppt schwer an einer Matratze. „Ja, Lugge, wo gehst du denn hi, mit deiner Matratze und deiner Frau?“ „Weißt, Kare, i muaß zum Finanzamt, die ham mir am Telefon gsagt, i soi alle Unterlagen mitbringen!“

#83

Der Kare und der Lugge sitzen im Hofbräuhaus bei einer Maß Bier. Da setzt sich ein Preuße zu ihnen und versucht penetrant, aber erfolglos mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Sie aber starren nur schweigend in ihre Bierkrüge. Eine Sammlerin vom Roten Kreuz kommt vorbei und der Preuße gibt 5 Euro in die Büchse. Dann hält sie Kare und Lugge die Büchse hin, aber der Kare brummt nur: „Passt scho, mir drei g'hörn zamm!“

#84

Da Kare und da Lugge sind beim Camping. Der Kare muss Nachts austreten und steigt aus dem Zelt. Kurze Zeit später wird da Lugge wach, als er direkt vor dem Zelt einen Hund bellen hört. Er schaut ausm Zelt und sieht den Kare ums Zelt rennen, ein großer Schäferhund dicht hinter ihm. Da schreit der Lugge: „Kare, pass auf, der hot di glei ei’gholt!“ Daraufhin da Kare: „Schmarrn, koa Problem Lugge, i hob drei Rundn Vorsprung!“

#85

Kare und Lugge betreten ein vornehmes, nobles Geschäft. „Was für Wünsche haben die Herren?“ fragt die Verkäuferin. „Zwoa Kravatten.“ „Haben die Herren eine bestimmte Vorstellung ?“ „Fliederfarben“ Die Verkäuferin legt Karre und Lugge die vollständige aktuelle Kravattenkollektion vor, Lade für Lade schleppt sie her. Karre und Lugge schütteln immer nur den Kopf. Die Verkäuferin ist verzweifelt. „Mia ham erna doch genau gsoagt was ma wolln,“ schreit da der Karre; und Lugge schreit „Fliederfarben - so wie die im Schaufensta.“ „Die im Schaufenster ist doch weiss“, ruft die Verkäuferin entsetzt. Karre und Lugge entgegnen gleichzeitig:“ No nia an weißen Flieder gsehgn?“

#86

Da Kare und da Lugge sitzen im Bierzelt auf dem Oktoberfest, da sagt der Karre zum Lugge: „Vui trennt uns ned von Indien, i glab mir san scho da!“ Darauf entgegnet der Lugge: Was für an Schmarrn redst denn daher ? Mir san in Minga! „Der Kare wird vor Wut ganz rot im Gesicht und antwortet: „Auf dem Schildl des wo do hinten hängt, steht: Toiletten am anderen Ende des Ganges.“

#87

Sagt der Kare zum Lugge: „Stoapilz & Rearl!“ Lugge: „Steinpilze & Pfifferlinge heißt das!“ Kare: „Jedem sein Pils!“ - Lugge: „Schwammerl hoast dees!“

#88

Kare und Lugge sind beim Dämmerschoppen. Nach reichlichem Alkoholgenuss bricht Lugge den Heimweg an. Dabei nimmt er eine Abkürzung durch den Friedhof. Sein Gang ist dem Zustand entsprechend etwas unsicher, sodaß er, als er an einem frisch ausgeschaufeltem Grab vorbeikommt, wackelt und prompt in die Grube fällt. Nach ca. einer halben Stunde kommt Freund Kare des Weges. Er hört lautes Winseln – mi frierts, mi frierts… Da schaut Kare, woher die Stimme kommt, sieht den Lugge und sagt: „des wundert mi net, dir homms ja an Sarg gstoin."

#89

Der Kare und der Lugge sind Zeitungsausträger, es regnet ununterbrochen, beide sind glitschnass und sauer. Sagt der Kare zum Lugge: „Wenns morgn aa wieder so a Sauwetter hot, trong ma de Zeitungen net aus.“ Am nächsten Morgen regnet es noch viel mehr, der Kare schaut zum Fenster raus und sieht den Lugge patschnass heimkommen. Er sogt: „Ja wo kommst denn du her? Wir wollten doch bei dem Wetter net austrogn.“ Der Lugge sogt drauf: „Is doch klar, Kare, i hob ja nur de Leit Bescheid gsagt, dass ma heit zwengs dem Schnürlregen Zeitungen net bringa.“

#90

Sagt da Kare zum Lugge, woast du wos des schenste an oan Mann ist. Fragt da Lugge wos. Sagt da Kare, die Frau an seiner Seitn.

#91

Kare zum Lugge: So a Ärger, gestern hob ich 400 Euro beim Rennen verloren. Da Lugge: Selber schuld, warum rennst den so.

#92

Kare und Lugge treffen sich gegen Abend im Biergarten am Chinesischen Turm. Kare war vorher noch einen Aal einkaufen, den legt er neben sich auf die Bierbank. Kare und Lugge unterhalten sich und trinken einige Maß. Als es dunkel wird, meint Kare: „Jetzt is Zeit, i muss hoam!“ Er nimmt seinen Fisch, steckt ihn in die Hosentasche, ohne zu bemerken, dass diese ein Loch hat. Dann wackeln Kare und Lugge, nicht mehr ganz nüchtern, durch den Englischen Garten. Nach einiger Zeit überkommt sie ein menschlicher Drang. Jeder stellt sich an einen Baum. Beim Lugge plätschert es kräftig, beim Kare hört man nichts, trotzdem fühlt auch er sich erleichtert. „Komisch“, meint er und tastet nach unten. „de Gress stimmt, de Läng stimmt a“, dann blickt er im blassen Schein der Straßenlampe an sich herunter „aber woher hat der aufamoi de zwoa Eigerl?“

#93

Kare und Lugge fragen einen Türken: „Wo gehts na hier nach Aldi?“ Der Türke verbessert: „Zu Aldi!“ Kare und Lugge dazu: „Wos, scho zu Aldi?“

#94

Kare und Lugge wanderten und erspähten plötzlich einen Kerl, der halb bewegungslos im Wasser trieb. Der Lugge schrie: „Das ist doch der Wastl Kaunertaler aus Kolbermoor!!!“ „Jaa“, rief Kare, „den müssen wir rausholen, sonst versäuft der uns!!!“ Der Lugge holte sein Lasso aus einer der vielen Innentaschen seiner jakutischen Zobelfellparka, schwang es wie ein diplomierter Rentierhüter über dem Kopfe herum, warf die Schlinge beizeiten, traf prompterweise die Körpermitte des Treibenden und hievte den ohnmächtigen Rurbader zu guter letzt auch noch zum Ufer. Das muß man sich mal vorstellen! Unglaublich! Der Kare startete sofort eindringliche Wiederbelebungsversuche, indem er den Bewußtlosen zuallererst von seinen weltlichen Besitztümern erleichterte, damit seine Seele frei werden möge. Bei Durchsicht der Geld- und Dokumententasche bemerkte er aber, daß sie den Falschen aus dem Wasser gezogen haben. „Du, Lugge, hier im Ausweis steht gar nicht Wastl Kaunertaler, sondern Hubert Moosmeier aus Tutzing.“ Da denkt der Lugge kurz nach. Ein Licht des Begreifens spiegelte sich in seinen herben, schmutzzerfurchten Gesichtszügen. Der Schimmer der Erkenntnis fraß sich plötzlich in sekundenschnelle wie ein Erosionsvorgang in sein grobes Antlitz. Und er öffnete die staubverbrämten, wettergegerbten Lippen und hauchte voller Ehrfurcht: „Hahaaa, weißt du wer das ist?“ Kare: „Nein.“ Lugge: „Aber ich. Das ist der Schwager von der Bamberger Zenta. Weißt du jetzt, wen ich meine?“ Kare: „Nein.“ Lugge: „Das ist der, dem seine Frau sein ganzes Land und den Hof verkauft hat, mit dem Geld durchgebrannt ist und ihm dann auch noch einen Mord an sich selbst in die Schuhe geschoben hat und er dann fast anderthalb Jahre in U-Haft eingesessen ist, bis die Schlampe zufällig mal in eine Verkehrskontrolle gekommen ist und der ganze Schwindel aufflog. Und dann hat man auch noch festgestellt, daß er irgend so eine unheilbare Krankheit hat, Multiplex Zirrhose oder so etwas.“ Kare: „Ach so, DER Moosmeier Hubert aus Tutzing ist das.“ Lugge: „Genau. Das kann ich freilich gut verstehen, daß der sich hier am Arsch der Welt hat umbringen wollen, wo er sowieso nix mehr zu verlieren hat.“ Der Kare schweigt ein paar Sekunden und sagt dann voller Mitleid: „Den trifft der Schlag, wenn der mitkriegt, daß er noch lebt.“ Der Lugge daraufhin sofort: „Ja genau, dann schmeißen wir ihn halt einfach wieder rein in die Rur!“ Der Kadaver in spe fing plötzlich laut an zu röcheln und zu zucken. Doch der Kare fackelte nicht lange, trat einmal kräftig mit dem Absatz gegen den Moosmeierschen Schädel, damit die üblen Geräusche aufhörten. Anschließend schmissen sie den Kerl mit einem lauten „Schwuppdiwupp“ in die Rur zurück. Die beiden Samariter gingen weiter und wunderten sich, daß der Moosmeier doch tatsächlich an die siebenhundert Mark dabei gehabt hat. Das muß wohl der kärgliche Rest von seiner Haftentschädigung gewesen sein.

#95

Da Kare trifft an Lugge auf der Straße und sagt: „Eh, Lugge, siehst aber guat aus heit. Dunkler Anzug, Kravatten und so. Wo geht’s denn hin?“ Sagt der Lugge drauf: „Nach London fahr'e.“ „Was?“, sagt der Kare. „Nach London - aber schön mit an Flieger.“ „Na na na“, sagt der Lugge. „I fahr mitm Auto!“ „Was? Mit dem Auto? Du woast scho, dass de in London an Links-Verkehr hab'n!“ „Woaß i!“, sagt der Lugge drauf. „Ich hab's letzte Woch an ganzen Tag lang in Dachau probiert – i sag' das…katastrophal…!

#96

Der Kare und der Lugge fahren zusammen auf die Arbeit. Der Lugge war am Vortag auf der Wiesn gewesen. Da meint der Kare zum Lugge: „I moins net bäs, aber du bisch ja no voll bsuffa. Du stinkst nach Alkohol dass sich mia glei di Fuassnägl aufrolln!“ Da erwiedert der Lugge mit einem verschmitzten Lächeln nur: „Besser bsuffa sei, als greisslich ausschaun. Des bsuffa sei isch bald vorbei. Des andere net!“

#97

Sag mal Lugge weißt Du wer Einstein ist. I scho Kare i lern des in meine Kurse in der Volkshochschui. Verstehst. Aber Du woaßt as net. Dafür woaß i wer der Zweistein ist. Wieso wer is des? Des is der, wo immer zu deiner Frau kummt, wenn Du in der Vokshochschui bist.

#98

Kare und Lugge sitzen in der Sauna. Kare fragt Lugge: „Wie geht’s?“ Lugge klagt, dass bei ihm mit dem Sex schlecht bestellet ist. Kare sagt: „Bei mir war es genau so. Dann bin ich nach USA geflogen. In der Mayo-Klinik haben sie mir einen „Neuen“ aufgepflanzt. 5000,- gezahlt. Jetzt bin ich wie ein 20jähriger!“ Lugge sagt: „Da flieg ich auch hin.“ Nach fünf Wochen treffen sich die beiden wieder in der Sauna. Kare fragt: „Wie geht’s dir jetzt?“ Lugge sagt: „Hör auf, ich war auch in den USA. Hab einen neuen bekommen, hab nur 1000,- bezahlt, bin aber schlechter beianander wie vorher!“ Kare nimmt ihm das Handtuch weg und lacht. „Das glaub ich schon, das ist ja mein „Alter“!“

#99

Kare und Lugge treffen sich. Sagt der Kare zum Lugge: „Du Lugge, du host ja a neie Freindin, die is aber ganz sche blöd. Warum host n koane scheene gnomme?“ Sagt der Luggge: „Jo, des hob i mir ganz guat überlegt, Schönheit vageht, aber Blödheid bleibt!“

#100

Kare und Lugge sind unterwegs und bekommen einen wahnsinnigen Durst und Hunger. Da entdecken sie einen Bauernhof und Kare hat die rettende Idee. Er sagt zu Lugge: „Lugge, bass auf, i geh jetzt ins Haus un schau im Keller noch wos zum Essn un Tringa un du vasteckst di hier.“ Tatsächlich findet er leckere Würste, süffiges Bier und weitere Köstlichkeiten. Als sein Ranzen schon recht voll ist, hört er die Bäuerin oben an der Kellertreppe. Als sie hinunterruft, ob da wer sei, miaut der Kare und die Bäuerin geht wieder. Als die Luft wieder rein ist, schleicht sich Kare hinaus zu Lugge und schwärmt vom Leckeren Essen und Trinken. Jetzt will der Lugge hinunter und sich auch vollfuttern. Da fragt er den Kare, was er machen soll, wenn die Bäuerin kommt. Der antwortet: „Dann mach holt wia d’Katz macht.“ Also geht Lugge in den Keller und noch bevor er recht futtern kann, kommt die Bäuerin und fragt, wer da im Keller wäre. Da sagt Lugga „Wia d’Katz macht, wia d’Katz macht.“

#101

Lässt sich der Lugge vom Kare das Auto einmal gründlich prüfen. Als der Kare endlich fertig zu sein scheint, fragt der Lugge „Und wia schaugts aus, is oiss in Ordnung?“ „Ja oiss bis auf Dei Roaffn, die san abgfahrn, antwortet der Kare. „Wos, abgfahrn?,“ schreit der Lugge, „Ja dann nix wie hinterher!“

#102

Treffen sich der Kare und der Lugge zum Stammtischabend vor dem Wirtshaus. Fragt der Kare den Lugge „Wos fia drei Worte musst beherrschn, wennst bsuffa von da Polizei oghoiten wirst?“ Lugge schüttelt den Kopf. Sagt Kare „Ganz einfach: Eishockey, Kanufahren und Wirsing – Wennst bsuffa bist, sogst dem Polizisten „Ois ok, …ka nu foan, …wia'sehn.“

#103

Plötzlich sehen die einen alten Mann, der ein Berg Äpfelt schält und deren Sämen zur Seite legt. Lugge und Kare fragen prompt „Warum stellen Sie die Sämen zur Seite?“ Der alter Mann antwortet „Weil die Äpfelsämen die Intelligenz stark fördern.“ Lugge und Kare sind begeistert: „Wos kost’n die?“ „Für 15 Euro kann ich euch 6 Sämen verkaufen.“ „Gut, dann bitschen 6 Sämen“ antworten Lugge und Kare unisono. Nachdem die beiden jeweils 3 Sämen geschluckt haben, sagt der Lugge an der Kare: „Ober für 15 Euro hätt mar uns 20 kg Äpfel kaffa könna, und damit hätt mar auch viel mehr Sämen zusammengekriag…“ Der Kare nickt: „Hosch Recht, loss uns wieder zum alten Monn gian.“ Die beiden erklären dem alten Mann ihre Gründe - der alter Mann gibt den beiden Recht: „Sieht Ihr, die Sämen wirken schon, Ihr seid beide bereits intelligenter geworden!“ „Dann bitschen noch mol 6 Sämen!“ sagen Lugge und Kare unisono.

#104

Kare rühmt sich, dass er schon in der früh viel Geld gespart hat. „Wia des?“ fragt Lugge. Kare: „Am Stachus is mir die Trambahn davo gfahrn und i bin ihr bis zum Sendlinger Tor hinterherglaffa.“ Darauf der Lugge: „Von wegen g’spart. Warst halt am Taxi nachg’rennt, des kost’ mindestens dreimoi so vui!“

#105

Lugge ist bei Kare „auf ein Bier“ zu Besuch und sie politisieren frei aus dem Bauch heraus. Fragt der Kare den Lugge: „Kennst du den Untaschied zwischn Demokratie und Diktatur?“ Die Antwort ist ein diskretes Nein. Zieht der Kare den Lugge gönnerhaft ans Fenster, das Aussicht auf einen großen Parkplatz bietet. „Siggst die ganz'n Autos do drunt?“ „Ja, klar!“ „Schau, wenn jetzt olle Autos oam Oanzigen g’hearn, dann is’ a Diktatur. Wenn aba jeda sei eig’ns Auto hot, dann hamma a Demokratie.“ Sagt der Lugge zum Kare: „Wenn i des jetzt richtig vastandn hob, dann konn i bloß froh sei, dass mia a Demokratie ham - weil sunst miassast jetzt du des ganze Bier aloans trinka, und i hätt gor koans!“

#106

Sagt der Lugge aus zum Kare: „Dös Englisch is a komsche Sproach: I hoast Ei, Ei hoast Eck, Eck hoast koaner und koaner hoast nobody...“

#107

Da Karre und da Lugge stehen auf einer Brück’n. Sagt da Karre zum Lugge „derma Reimen?“ Da Lugge sogt „des kemma scho macha!“ Dann sagt da Karre: „I bin da Karre und Du bist da Lug, und mia stehen auf da Bruck.“ Dann da Lugge: „I bin da Lugge und steck ma an Finga in Arsch.“ Sogt da Karre: „Aber des Reimt sich doch ned.“ Sogt da Lugge: „Aber dicht’n durts.“

#108

Da Lugge und da Karle sollen aus Haar entlassen werden. Da fragt der Arzt die beiden: „Was macht ihr nach der Entlassung?“ „Wir machen eine Metzgerei auf.“ „Sehr gut-dann machts ma des amoi vor. Kare, du bist der Verkäufer , Lugge du der Käufer.“ Der Lugge betritt den Laden. „Grüß Gott, ich hätt gern einen Zentner Steinkohlen.“ Darauf der Kare: „hast Flaschen dabei?“ Der Arzt: „so kann ich euch nicht entlassen, ich mach es euch jetzt vor.“ Der Arzt betritt den Laden: „Grüß Gott, ich hätt gern Suppenfleisch!“ In dem Moment gibt der Lugge dem Arzt einen Spitz in den Arsch. Darauf der Arzt: „Wer war das?“ Da meint der Kare: „Wois i net, wenn der Laden voller Leit is.“

#109

Kare und Lugge san im Kino. „Lugge sitzt du auf meinem Huad?“ Darauf da Lugge: „Ja, warum?“

#110

Kare und Lugge treffen sich in einer Bar. Nach kurzer Zeit sagt da Kare stolz: „De Blonde doa drüm is mei Frau und de danem mei Freindin.“ Darauf da Lugge: „Und bei mir is genau umgekehrt.“

#111

Der Kare und der Lugge gehen in den Bergen spazieren. Fällt der Lugge in eine Felsspalte. Nach kurzer Zeit schreit der Kare hinterher: „Hei Lugge, hast du dir wehgetan?“ „Nein Kare, ich bin noch nicht unten.“

#112

Kare und Lugge arbeiten auf einem Bau. Der Kare passt nicht auf und fällt vom Gerüst und ist tot. Der Polier sagt zum Lugge: „Du kennst doch die Frau vom Kare, bitte gehe dahin und bringe ihr schonend bei, dass ihr Mann tödlich verunglückt ist.“ Lugge fährt hin, wie ihm befohlen. Er sieht von weitem Kares Ehefrau im Garten sitzen und schreit: „Hallo Witwe!“

#113

Sagt der Kare zum Lugge: „I lass mi jetzt scheiden!“. „Ja warum denn?“, fragt der Lugge. „Weil se mei Oide jede Nacht in de Wirtshäuser rumtreibt“, sagt der Kare. „Um Godswuin“, meint der Lugge. „Hat’s as saufa ogfangt?“. “Naa“, sagt der Kare, „sucha tuat’s mi!“.

#114

Nach längerer Zeit trifft der Kare den Lugge am Marienplatz. „Ja Lugge, wo kimmst du denn her?“. „Vom Doktor“. „Ja, wos fehlt dir denn?“. „I hob Zucka.“ „Wia host denn des g’merkt?“. „Hob oiwei so weiße Perlen in meiner Unterhosn g’habt“. „Ja mei“, sagt der Kare: „Ua hob i Zimt“.

#115

Da Lugge und da Kare sind im Gebirg und maschieren auf einem Höhenweg. Der Lugge schleppt einen Rucksack, der Kare schweißüberströmt das Untergestell eines Kinderwagens. Sagt der Lugge zum Kare: „I glaub du spinnst jetzt komplett“. Antwortet der schwitzende Kare: „Wer da spinnt is no net raus, i schone nämli meine Gelenke, weil i owi fahr“.

#116

Da fragt Kare den Lugge, wie denn der Winter 2010/2011 wird. Da sagt Lugge, die Indianer haben angefangen Holz zu sammeln.

#117

Der Kare und der Lugge san bei wiudern. Plötzlich ruft hinter ehna der Jager: „Steh bleim, Gwahr falln lassn und die Händ in d Höh.“ Die zwoa stehn do und schaugn si bled o. Do frogd der Kare en Lugge: „Wos den ma etzad?“ Sogt der Lugge: „Di i zähl etz bis drei und dann renn ma los, Oans, zwoa, drei.“ Die zwoa lafa wos kenna und der Jager schiaßt hint nochi. Wia die zwoa in Sicherheit san fragt der Kare: „Du Lugge hod di der Jager derwischt?“ Moand der Lugge: „Wenn des wos i in der Hosen hob ois Bluad is, dann hod er mi sauber derwischt.“

#118

Kare trifft an Lugge und erzählt seinem Freund, dass er zur Musterung muss. Da sagt der Lugge: „Ja Kare, da gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder du bist tauglich oder du bist untauglich. Ist es untauglich ist es gut für dich, bist du aber tauglich gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder musst du kämpfen oder du musst nicht kämpfen. Musst du nicht kämpfen ist es gut für dich, musst du aber kämpfen gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder du siehst den Feind zuerst oder der Feind sieht dich zuerst. Siehst du den Feind zuerst ist es gut für dich, sieht aber dich der Feind zuerst gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder du wirst erschossen oder du wirst nicht erschossen. Wirst du nicht erschossen, ist es gut für dich, wirst du aber erschossen gibt’s zwei Möglichkeiten. Entweder du bist mausetot oder du bist scheintot. Bist du scheintot ist es gut für dich, bist du aber mausetot gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder du kommst in ein Massengrab oder du kommst in ein Einzelgrab. Kommst du in ein Einzelgrab ist es gut für dich, kommst du aber in ein Massengrab gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder du liegst unten oder du liegst oben. Liegst du unten ist es gut für dich, liegst du aber oben gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder sie machen aus deinen Knochen Seife oder sie machen aus deinen Knochen Papier. Machen sie aus deinen Knochen Seife ist es gut für dich, machen sie aber aus deinen Knochen Papier gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder du kommst in eine Damentoilette oder du kommst in eine Herrentoilette. Kommst du in eine Herrentoilette ist es gut für dich, kommst du aber in eine Damentoilette gibt’s 2 Möglichkeiten. Entweder du wirst für vorne benützt oder du wirst für hinten benützt. Wirst du für vorne benützt ist es gut für dich, wirst du aber für hinten benützt dann ist alles scheiße“.

#119

„Würden Sie bitte so nett sein und das Fenster schließen?“ fragt eine feine Dame im Zugabteil zum Kare. „Ja, warum denn döß?“ will der Kare wissen. „Weil es draußen so kalt ist!“ antwortet etwas indigniert die feine Dame. Da macht der Kare das Fenster zu und fragt die Dame: „Moanen’s, daß jetzt drauß’n, nimma so kalt is?“

#120

Da Kare und da Lugge san auf der Beerdigung von am Freind. Da Kare hat an warmen Lebekäs dabei, da Lugge an Blumenstrauß. Als da Kare den Leberkäs ins Grab werfen will, meint da Lugge: „So a Schmarrn, der isst doch dein Leberkas nimma.“ Als da Lugge die Blumen ins Grab werfen will, meint da Kare: „Ja und meinst du ebba, dass der deine Bleame jetzt no giaßt?“

#121

Der Kare und der Lugge sind mit dem Fahrrad unterwegs. Sie fahren hintereinander, der Kare vorne, der Lugge hinten. Da schreit der Lugge: „Kare, dei Schutzblech schebbat!“ Der Kare antwortet: „Wos sogst?“ Schreit der Lugge lauter: „Dei Schutzblech schebbat!“ Der Kare wieder „I versteh di ned!“ Darauf der Lugge noch lauter: „Dei Schutzblech schebbat!“ Dann der Kare: „I versteh di ned, weil mei Schutzblech so schebbat!“

#122

Da Kare trifft an Lugge kopfschütteld am Donauufer und hört wie er imma sensazionell sagt. Do hab i an Lugge gfrogt, wos do sso sensazionell sei. Ko do, sagt da Lugge zu mir, stell da vor gesdan hod mei Frau s'schwimma gleand und heid dauchds scho a ganze Stund.

#123

Auf dem Nachhauseweg nach einem feucht-fröhlichen Schafkopfabend verirren sich der Karre und der Lugge auf ein stillgelegtes Bahngleis. Nach ein paar Metern meint der Karre: „Des is vielleicht a bläde Treppn, de Stufen san so weit ausaranand“, darauf der Lugge: „Stimmt und des Glanda is a soweit drunten.“

#124

Sagt der Kare zum Lugge: „Stell Dir vor, ich hab’ heut 5 Fliegn derschlagen: 3 Mandl und 2 Weiberl.“ „Geh Kare,die kennt ma doch net auseinander!“ „Doch Lugge: 3 warn am Bierglasl ghockt und 2 aufm Telefonhörer!“

#125

Da Lugge und da Kare gehen über die Isarbrücke. Sagt daer Lugge: „Die Bruckn’ kenn i in und auswenig – aber von unten hob is no nia g’sehn.“ „Des passt“, sagt da Kare. „Du hast heit dei Lederhosn an. I loss di nunter an die Hosenträger.“ Gesagt, getan. Plötzlich lacht da Luggi und sagt: „Wenn i jetzt die Hosenträger auf mach, was glabst wie dir die ins Gsicht schnalzen?“

#126

Fragt da Kare an Lugge nach dem Wochenende. „Lugge, was hast denn gmacht?“ Lugge antwortet: „I hob mei Oide geamselt.“ Kare hinterfrägt: „Geamselt?“ Du moanst sicher gevögelt!“ Lugge greift sich an den Kopf und meint: „Jetzt fällst ma wieder ein, ERDROSSELT.“

#127

Der Kare und Lugge arbeiten als Gepäckträger am Bahnhof. Schon kam ein Kunde mit großen Koffer (der Bischof). Lugge rennt in der Hoffnung auf ein schönes Trinkgeld los. Lugge kommt erschöpft zurück und Kare fragt nach seinem Halbanteil. Lugge stellt sich hin und segnet den Kare mit den Worten: „Kannst rausgeben?“

#128

Der Kare und der Lugge geh'n zum Kramer. „Ja Kare,“ sagt der Kramer, „was derf’s den sein?“ Der Kare: „i mecht für a 5erl an Bärndreck.“ Der Kramer steigt auf die Leiter nach oben, holt das Glas Bärndreck runter, gibt dem Kare sein Bärndreck und fragt an Lugge ob er auch an Bärndreck für ein 5erl will. Der Lugge sagt nein. Der Kramer steigt wieder auf die Leiter und räumt das Glas wieder nach oben. Unten angekommen: „Und Lugge, was kriagst dann du?“ Der Lugge sagt: „I mecht für a 10erl an Bärndreck.“

#129

Kare und Lugge verbringen die Silvesternacht in ihrer Stammkneipe. Als der Neujahrsmorgen anbricht, sagt Kare: „ Du Lugge, ich kann nicht aufstehen, mein Fuß ist eingeschlafen.“ Darauf der Lugge: „ Nach dem Duft zu urteilen, muss er aber schon lange tot sein.“

#130

Dem Lugge is sei Joppn vom G’rüst in de Odelgrubn gefallen. Er macht sich dran, sie mit einer Stange rauszufischen. Der Kare schaut earm zua und meint: „Laß doch den altn Hadern drin, oziagn konnst se so nimmer.“ Darauf der Lugge: „Mir is ‘s ja net um d’ Joppn, sondern um d’ Brozeit, de drin is!“

#131

Kare zum Lugge: „Woarst du, an woas ma sofort an Preissen erkennt?“ Lugge: „Ja, wann a’s’Mei aufmacht.“ Kare: „Na, am Kopf.“

#132

Kare kommt vom Arzt nach Hause und trifft sofort auf Lugge, „na wie ist es gelaufen“ fragt Ihn dieser. „Ach hör auf, Ich habe eine seltene Krankheit.“ „So und die wäre?“ „Ich leide an einer Porzellanallergie.“ „Wie bitte?“ fragt Lugge. „Das gibt es doch gar nicht.“ „Doch“ versicherte Ihm Kare, „Ich bin nicht zu Scherzen aufgelegt.“ Lugge läßt es keine Ruhe und geht besorgt zu Kares Arzt. „Herr Doktor, bitte sagen Sie Mir wie schlimm es um meinen besten Freund steht.“ Dieser fängt an von Arztgeheimnis und so, kann sich aber ein Schmunzeln nicht verkneifen. Nach längerem Drängen was das für eine schlimme Krankheit sei, sagt der Arzt dann von Mann zu Mann. „Lieber Lugge, ich konnte Kare doch nicht sagen das er nicht alle Tassen im Schank hat.“

#133

Kare und Lugge treffen sich beim Stammtisch. Sagt Kare zu Lugge: „Du, ich glaub mei Frau is tot.“ Lugge ist entsetzt und fragt: „Ja, wie hast du denn das gemerkt?“ Antwort Kare: „Also, im Bett is alles wie immer, aber die Wohnung schaut aus wie die Sau!“

#134

Kare und Lugge auf der Baustelle - kommt eine Klosterfrau und weil’s so heiß ist, hat sie ihnen eine Brotzeit und ein Bier mitgebracht. Ein wenig will sie aber doch die Gläubigkeit prüfen und fragt den Kare, der unten an der Betonmaschine steht, ob er Jesus kennt. Er überlegt kurz und schreit dann zum Lugge, der oben auf dem Gerüst steht: Kennst Du an Jesus? - Da is sei Oide herunt und mecht eam a Brotzeit bringa.

#135

Anlässlich des Geburtstags von Lugge macht Karre seinem Freund ein Angebot: „Gratuliere, oida Spezl, i will dir a Buch schenka! Was für os darfs sei?“ Darauf Lugge: „Vergelt’s Gott, danksche! Gib mir doch dei Sparbuch!"

#136

Kare und Lugge wollen den Frauendom verschieben. Kare legt seine Jacke hinter sich auf den Boden und sie fangen an, mit aller Kraft zu schieben. Die Jacke nimmt inzwischen ein Passant mit. Lugge sagt: „Herm’a auf, des bringt doch nix!“ Darauf Kare: „Spinnst Du, mir san scho ganz weit, mei Jackn kon i scho nimmer seng!“

#137

Der Kare hatscht unverfroren über die neu angelegten Pflanzen in Lugges Vorgarten. Da hört er auch den Lugge schon schreien: „Ja du Hirsch, du dappiger, machst net glei, daß d aus meine Beete nauskimmst. Du hast wohl no nia mit deine Gallenstoa Schusser gspielt, du Hanswurst, du blöder!“ „Tschuldigung“, meint da der Kare „i hob’s ned extra gmacht.“ Darauf der Lugge: „Drum hab i’s dir ja aa im Guatn gsagt!“

#138

Kare und Lugge sind inzwischen schon ziemlich in die Jahre gekommen. Kommt Kare aus der Stadt nach Hause. Lugge fragt: „Na, wo bist Du gewesen?“ Kare: „Wie bitte?“ Lugge: „WO DU WARST?“ Kare: „In der Stadt, hab mir einen neuen Hörapparat gekauft.“ Lugge: „Und, wie teuer war das Ding?“ Kare: „Wie bitte?“ Lugge: „Was hat der gekostet?“ Kare: „Viertel nach sechs.“ Lugge: „Also jetzt zeig mir mal den Apparat!“ Kare gräbt im Ohr herum und fördert etwas zutage. Lugge: „Aber das ist doch ein Zäpfchen!“ Kare: „Ach, dann weiß ich auch, wo ich den Hörapparat hin gesteckt habe!“

#139

„I woaß net“, sagt der Kare zum Lucke, „wia früahra de Leit ohne Auto, Telefon, Waschmaschin, Kühltrucha, Fernseha und Kassettnrecorda lebn ham kenna!“ „Des siehgst ja“, sagt der Lugge, „gschtorm sans.“

#140

Kare und Lugge hocken feuchtfröhlich im Biergarten. Eine Trauerprozession zieht auf der Strasse entlang. Lugge zieht plötzlich seinen Hut und steht betroffen auf, setzt sich wieder nieder und nimmt einen grossen Schluck Bier. Kare fragt mit grossen Augen: „Hast die Verstorbene denn gekennt?“ „Wie mon sa Frau halt so kenne duat–nach 30 Johr Ehe!“

#141

Der Kare und der Lugge haben wieder einmal zu viel getrunken. Der Kare mehr als der Lugge. Als guter Freund begleitet er ihn deshalb nach Hause. Dort angekommen bringen sie die Haustüre nicht auf, machen dabei aber erheblichen Lärm. Ein Mitbewohner aus dem 1. Stock reißt das Fenster auf und beschwert sich lautstark. Die beiden suchen also weiter nach Kares Wohnung. Sie landen wieder bei ihm zuhause. Das Tür öffnen ist auch diesesmal mit Lärm verbunden. Der Nachbar aus dem 2. Stock beschwert sich erneunt. Darauf der Kare zum Lugge: „Seltsam, der wohnt überall und i nirgends.“ Die Haustür geht schließlich auf und die beiden kommen in Kares Wohnung. Er zeigt dem Lugge die einzelnen Räume: „Unser Wohnzimmer, unsere Küche, hier unser Schlafzimmer. Und die Frau da im Bett, des is mei Frau – und der Mo neben ihr, des bin i.“ Der Lugge verlässt verwundert die Wohnung, der fremde Mann ist auch gegangen und der Kare sagt zu seiner Frau: „Schimpf a bissl, sinst find i net ins Bett!“

#142

Bei dichtem Nebel fährt ein Wagen hinter dem Schlusslicht seines Vorder fahrenden Auto hinterher! Der Vordermann hält plötzlich. Der Hintermann wartet eine Weile, dann geht er zum Vordermann und frägt warum er nicht weiter fährt. Der Vordermann: „Ja shehn Sie nicht, dass ich in meiner Garage bin?“

#143

Kare und Lugge gehen zum Beichten. Der Kare sagt: „Kare geh du als erster in den Beichtstuhl.“ Kare beichtet mehrere kleine Sünden. Er kam dann zum 6. und 9. Gebot und beichtete eine Sünde, worauf der Pfarrer fragt: „Wie heißt die Frau?“. Kare sagt, das möchte er nicht sagen. Der Pfarrer will ihm helfen und sagt: „War es mit der Huber Anni?“. Kare verneinte, Pfarrer fragt weiter: „War es die Schuster Leni?“. Ersagte wieder nein. „War es dann die Maier Rosi?“. Er verneint wieder, worauf der Pfarrer die Gedult verlor und ihm die Absolution verweigerte. Kare verließ den Beichtstuhl, Lugge fragte ihn dann „Hast du die Absolution erhalten?“. Kare sagte: „Nein, das nicht, aber drei neue Adressen haben wir wieder“.

#144

Kare besucht Lugge in seinem neuen Haus. Kare fragt: „Wiso sind im Haus alle Zimmer rund?“ Lugge sagt: „Wegen meiner Schwiegermutter!“ „Wieso?“ „Sie hat gesagt, wenn du ein neues Haus baust, dann wirst scho a Eckerl für mich frei haben.“

#145

Spezi von Lugge und Kare ist gestorben, und sollte am Montag beerdingt werden. Lugge ruft den Kare an und sagt ihm: „Du, der Sepp wird jetzt erst am Mittwoch beerdigt.“ Kare sagt: „Soso, geht es ihm wieder besser!“